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Xinnovation Experiment (Teil 1)

Thomas Hoppe, Dienstag, 3. Mai 2011

Wir organisieren für den Xinnovations e.V. zusammen mit Semtation und der Arbeitsgruppe CSW der FU gerade ein Experiment zum Thema “Internet der Dienste” und werden in diesem Zusammenhang an einer Modellierung arbeiten. Endlich mal wieder Stoff, um darüber was zu schreiben.

Hintergrund: Im Rahmen des Experiments wird Unternehmen eine einfache Eingabeoberfläche bereitgestellt mit der sie sich und ihre Angebote: “Produkte”, “Dienstleistungen” und “Dienste” (mehr zu dieser Unterscheidung später) beschreiben können und so richtig schön Web 2.0 mäßig taggen können :-) . Diese Beschreibungen werden dann für weitere Zwecke in unterschiedlichen Formaten zur Verfügung gestellt (dazu ein andermal mehr).

Nach dem wir unter den Vereinsmitgliedern einen ersten Aufruf verbreitet haben, haben sich bereits 15 Mitgliedsorganisationen eingetragen, angefangen von Berliner IT-Unternehmen, über Hochschulen und ein Organisationsberatungsunternehmen bis hin zu einer Rechtsanwaltskanzlei.

Wir von Ontonym haben mit einem Teilexperiment bereits begonnen, wir modellieren anhand der Tags eine Taxonomie, die auf der “GoodRelations” Ontologie aufbaut, mit dem Ziel die  “Produkte”, “Dienstleistungen” und “Dienste” zu beschreiben. Dafür gibt es nämlich bisher weder in GoodRelations noch im “Internet der Dienste” eine vernünftige Taxonomie. Es gibt zwar normative Klassifikationen, wie e-Class oder das UNSPSC, die erscheinen uns 1) nicht geeignet, um die Sprachvielfalt – die schon jetzt in den Tags zu finden ist – zu erfassen oder abbildbar zu machen, und 2) wollen wir sowohl eine deutsch- als auch eine english-sprachige Taxonomie bereitstellen.

Das erste Problem, das sich stellte war: “Wie können wir Produkte und Services unterscheiden?”

Oft wird der Begriff “Produkt” z.B. in Unternehmen oder der Produktionstheorie als umfassender Begriff auch für “Dienstleistungen” etc. verwendet. In der umgangssprachlichen Bedeutung hat man aber eigentlich immer einen Gegenstand oder ein “anfassbares” Erzeugnis im Sinn. Das wäre aber zu eng für “Software”, “Layouts” etc. Also muss man eine Definition auch auf “virtuelle” Erzeugnisse ausdehnen. Das wesentliche an Produkten aber ist, dass man das Eigentums- bzw. die Nutzungsrechte erwirbt. Das ist dann schonmal ein guter Ansatzpunkt, um eine Definition für den Begriff zu finden.

Bei den “Services” wird es schwieriger, da werden im Englischen sowohl “Dienstleistungen” als auch “Dienste” drunter verstanden. Wenn man sich Dienstleistungen vorstellt, dann hat man gleich Leistungen im Kopf wie z.B. “Haare schneiden”, “Mitarbeiter coachen”, “Werbekampagnen oder Software entwerfen”, “Dinge verkaufen”, “Unternehmen beraten”, etc. Immer aber ist eine Person oder eine Organisation involviert, die die Leistung erbringt. Davon kann man dann “Dienste” als von Dingen erbrachte Leistungen abgrenzen: “Ein Wasserhahn spendet Wasser”, “ein Auto fährt”, “Web Services liefern Ergebnisse”.

Ich denke, mit diesen Definitionen kommt man erstaunlich gut zu Rande.

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2 Kommentare zu »Xinnovation Experiment (Teil 1)«

  1. Louis Carabini schrieb:

    …..Im Internet der Zukunft werden Dienstleistungen genauso einfach..bereitzustellen und zu nutzen sein wie es fur heutige Produkte der Fall ist…Dabei entstehen wichtige unternehmerische Fragestellungen uber neue..Geschaftsfelder und Angebotsformen wie Software-as-a-Service Partnernetzwerke..zur Erstellung gemeinsamer Dienste Preis- bzw.

  2. Schema.org konforme Stellenausschreibungen | Ontonym schrieb:

    [...] für herkömmliche Stellenanzeigen eine schema.org konforme Beschreibung generieren, analog zu den GoodRelations-Beschreibungen des Xinnovations-Experiments. Vorheriger Beitrag [...]

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