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Theseus Symposium 29.6. & 30.6.

Thomas Hoppe, Donnerstag, 2. Juli 2009

Am 29.6. und 30.6. fand in Berlin im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ein Symposium zu Theseus und seinem internationalen Umfeld statt an dem ich teilnahm.

Der erste Tag war teilweise sehr interessant. Ich fand insbesondere den Vortrag von Prof. Joao Schwarz da Silva (EU) interessant der die Ausrichtung der Forschungsförderung der EU anhand einiger eindrucksvoller Daten skizzierte. Eins ist dabei klar geworden die Menge der Daten und der IP Traffic wird mit enormen Steigerungsraten wachsen und man wird nicht mehr drum herumkommen die Daten zu aggregieren. Das dürfte auch für semantische Technologien eine interessante Aufgabenstellung werden, diese Aggregation zu unterstützen.

Auch sehr interessant aber vor allem extrem anschaulich war der Vortrag von Prof. Rudi Studer über Semantic und Corporate Semantic Web.

Während der erste Tag zwar vollgestopft (von 9:30 Uhr bis 20:00 Uhr) mit Vorträgen war, verlief der 2. Tag in – ich glaub – rund acht  parallelen Sessions, da konnte man natürlich nur punktuell dabei sein. Dummerweise wählte ich eine Session über Wertschöpfungsprozesse im “Economics 2.0″, dass war dann aber eine ausführlichere Wiederholung eines Vortrags vom Vortag und bezog sich leider bloß auf Enterprise-Anwendungen. Also bloß: wasted time :-( .

Das Beste war da noch eine Session über Ontologiedesign. Die gab einen kurzen extrem knackigen Überblick über Ontologien im Kontext Semantic Web, dass war sehr anschaulich. Dummerweise stellte sich dann bei einigen Nachfragen aus dem Auditorium zur “open world assumption” und zu “qualified number restrictions” heraus, dass die Vortragende die Folien von Kollegen hatte und die Einwände und Fragen des Auditoriums nicht richtig beantworten konnte :-o . Schade nur, dass sich diese Darstellung an OWL 2 orientierte und bei einigen Konstrukten nicht darauf hingewiesen wurde, dass nicht alle Ontologieeditoren damit umgehen können :-( . Aber vielleicht passierte das ja doch noch in der zweiten Hälfte, zu der Zeit war ich dann in der Session, die mich eigentlich interessiert hatte.

Im übrigen sollen die Vorträge auch veröffentlicht werden. Ich empfehle auf jeden Fall den Vortrag von Joao Schwarz da Silva und den über Ontologiemodellierung. Lediglich die IBM und SAP Vorträge kann man sich sparen. Erstere sind strategisch und inhaltsleer und letztere wiederholten sich häufig.

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